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Die zwei schönsten Brücken Deutschlands werden heute gekürt
Spannung pur ist wieder garantiert: Die Bundesingenieurkammer und der Verband Beratender Ingenieure VBI vergeben heute am 15. März 2010 den Deutschen Brückenbaupreis 2010. Die Jury nominierte sechs Brücken – Bauwerke in Stralsund, Wurzen, Mühlberg, Bremerhaven, Eichstätt und Saßnitz gehören zu den landesweit schönsten neuen Brücken. 3 Mitglieder der Ingenieurkammer Baden-Württemberg unter den vorgeschlagenen Ingenieuren.
Der Deutsche Brückenbaupreis 2010 wird heute um 17.30 Uhr im Audimax der TU Dresden verliehen. Sechs herausragende Brücken sind in der engeren Auswahl für den Deutschen Brückenbaupreis 2010. Dies haben die Auslober mitgeteilt. Jeweils drei Bauwerke aus den Kategorien „Straßen- und Eisenbahnbrücken“ sowie „Fuß- und Radwegbrücken“ wurden aus insgesamt 27 Wettbewerbsbeiträgen von einer Jury namhafter Brückenexperten ausgewählt.
Der Preis wird in den Kategorien «Straßen- und Eisenbahnbrücken» sowie «Fuß- und Radwegbrücken» vergeben, teilten die Bundesingenieurkammer und der Verband Beratender Ingenieure mit. Ausgezeichnet werden die Bauwerke sowie die Ingenieure, die an verantwortlicher Stelle wesentlichen Anteil am Entstehen der Brücke hatten. Allerdings müssen die Preisträger noch ein wenig warten, denn die Bekanntgabe der Gewinner wird bis zur Preisverleihung geheim gehalten – also Spannung pur.
Zur Verleihung werden rund 1300 Gäste erwartet. Der undotierte Brückenbaupreis wird alle zwei Jahre vergeben und würdigt herausragende Ingenieurleistungen.
Brücken verbinden – und sind ein unentbehrlicher Teil unserer Baukultur. Die sechs nominierten Brücken des aktuellen Deutschen Brückenbaupreises zeigen innovative Höchstleistungen und ästhetische Eleganz im besten Sinne. Auch in diesem Jahr tritt der Deutsche Brückenbaupreis wieder den Beweis an, dass Ingenieure einen wesentlichen Beitrag zur Baukultur in Deutschland leisten. Der Brückenbaupreis wird seit 2006 alle zwei Jahre vergeben.
Die Nominierten Brücken in der Kategorie "Straßen- und Eisenbahnbrücken"
Elbebrücke Mühlberg
Vorgeschlagener Ingenieur: Dipl.-Ing. Wolfgang Eilzer (Mitglied der Ingenieurkammer Baden-Württemberg)
Mit der neuen, 700 m langen Elbebrücke bei Mühlberg wurde eine schwierige Aufgabe gut gelöst. Das inzwischen als „Auge von Mühlberg“ bekannte Bauwerk überzeugt dank der gelungenen Kombination aus schlichter Eleganz und innovativer Konstruktionsidee. Dank der im Strombereich dadurch möglichen Stützweite von 144 m erfüllt die neue Elbequerung auch die ökologischen Vorgaben optimal.
Muldebrücke bei Wurzen
Vorgeschlagener Ingenieur: Prof. Dr.-Ing. Heinz Schmackpfeffer
Der ca. 500 m langen Muldebrücke bei Wurzen gelingt es wie selbstverständlich, das flache Muldetal zu queren, ohne die Landschaft zu dominieren – dank einer vergleichsweise kleinen Überbauhöhe trotz der großen Stützweite. Möglich macht dies der schlüssig aus dem Überbau „herauswachsende“ Zügelgurt-Fachwerkträger, der dem Bauwerk seine unverwechselbare Gestalt verleiht. Dafür wurde die Idee des im 19. Jahrhunderts gebräuchlichen Zügelgurt-Stahlfachwerks mit modernen Bautechniken weiterentwickelt:
Rügenbrücke (Strelasundquerung)
Vorgeschlagener Ingenieur: Dr.-Ing. Karl Kleinhanß
Die neue Rügenbrücke ist ein insgesamt harmonisch gestaltetes Bauwerk, das trotz seiner beträchtlichen Größe eine gewisse Leichtigkeit ausstrahlt. Von den Stralsundern wurde die Brücke bei der Verkehrsfreigabe sofort als neues Wahrzeichen der Stadt gefeiert. Ihre einem Großsegler nachempfundene Gestalt ist im Hinblick auf das mittelalterliche Stadtbild der durch den Unesco-Weltkulturerbe-Status geschützten Hansestadt gut gelungen.
Die Nominierten Brücken in der Kategorie "Fuß- und Radwegbrücken"
Altmühlbrücke Eichstätt
Vorgeschlagene Ingenieure: Dipl.-Ing. Johann Grad und Christian Vogel (Architekt)
Die Geh- und Radwegbrücke über die Altmühl im bayerischen Eichstätt überzeugt durch ihre zurückhaltende Eleganz. Damit zeigt das anmutige Bauwerk, dass auch aus kleinen Bauaufgaben durch innovative Ideen und konsequente Durchgestaltung konstruktiv wegweisende Bauwerke entstehen können.
Hafenbrücke Bremerhaven
Vorgeschlagener Ingenieur: Dr.-Ing. Ulrich Jäppelt
Die neue Brücke verbindet nicht nur die Stadt Bremerhaven mit den Sehenswürdigkeiten am Alten Hafen, die gläserne Stahl- und Glasröhre entpuppt sich zugleich als begeh- und drehbare Skulptur. Besonders gelungen ist dabei die stimmige Verknüpfung von Maschinentechnik und Baukonstruktion. So werden die Drehbewegungen zum Öffnen des Bauwerks für Schiffsdurchfahrten zum Erlebnis für Anwohner und Besucher.
Fußgängerbrücke im Stadthafen Sassnitz
Vorgeschlagene Ingenieure: Prof. Dr. sc. techn. Mike Schlaich / Dipl.-Ing. Andreas Keil (Beide Mitglieder der Ingenieurkammer Baden-Württemberg)
Die neue Fußgängerbrücke im Stadthafen Sassnitz – Balkon zum Meer – überzeugt durch die gelungene Kombination von Form und Funktion. Durch Optimierung der Konstruktion entstand eine effiziente Tragwirkung, die zu einer extremen Schlankheit des Überbaus führt. Mit ihrem weit gespannten, kühnen Schwung über 22 m Höhenunterschied hinweg erfreut die neue Brücke Betrachter wie Benutzer.
Mehr unter www.brueckenbaupreis.de .
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Quelle: Bundesingenieurkammer / IngKBW |
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